Minimalismus und Essen - wie ich vegan esse und was ich von Anderen zu hören bekomme.

Alles muss perfekt sein heute. Dazu tragen wir Armbänder, die smart sind, protokollieren unseren Sport und machen auch Essen fur Perfektion. Entweder ernährt man sich mit Pulvern, um optimal die Eiweiße zu kombinieren, isst Low Carb, Slow Carb, High Carb ... 

Manchmal wirkt das Essen wie eine Religion heute. Und jeder hat da seinen eigenen Glauben, was ihn perfektioniert.

Ich bin bei meinen Eltern im Keller und schneide Brot mit der alten Brotschneidemaschine - und ist es nicht traurig, dass mein Gedanke ist: "Brot ist böse!"? Dabei duftet das frische Brot so fein und lecker, nach Hefe und so lecker, dass man es einfach sofort verspeisen möchte. Ich gehe die Kellertreppen hoch, schnappe mir aus dem Gemüsekorb eine auf dem Punkt gereifte Avocado, Viertel sie und schmiere sie aufs Brot.

Ich lebe vegan. Viele Menschen, die ich live treffe, bemitleiden mich. Sie glauben, vegan leben sei Verzicht. Aber das ist es nicht. Auch für mich gibt es inzwischen zu Genüge Junk Food, Pseudo Fleisch, Pseudokäse ... und sogar viele Fertiggerichte. Allerdings verfolgen mein Mann und ich eine andere Philosophie. 

Unser Essen ist oft auf Basis ganz einfacher Sachen. Zum Frühstück gibt es Chia Pudding, Porridge oder Low Carb Porridge oder manchmal auch nur Goldene Milch, dabei mache ich Milch aus Wasser und Mandelmus, dazu kommen dann bei mir Zimt, Kardamom, Kurkuma und etwas weißer Pfeffer.

Mittags gibt es oft nur eine Kleinigkeit bei uns, veganer Joghurt (Zuckerfrei) mit Kräutern und Gemüse oder etwas Obst.

Abends wird groß gegessen, wir essen oft Gemüse, dazu Quinoa, Couscous oder Reis. Nudeln essen wir eher selten. Manchmal wird auch mittags groß gegessen und abends klein - je nachdem, wie die Zeit ist.

Die meisten Menschen, die mich persönlich kennen, sind höflich im Umgang mit mir und respektieren mein Essverhalten. Im Internet ist das anders, auf Facebook bekommt man Kommentare zu lesen, die ich hier nicht zitieren möchte. Und man ignoriert das natürlich, ich meine, was maßen diese Fremden sich an - ich beleidige auch niemanden, weil er andere Dinge gerne isst als ich. Aber man fragt sich schon, warum? Woher kommt das, dass Menschen ein bestimmtes Bild vor Augen haben - das ist normal, das nicht. So muss man leben - alles andere ist nicht ok? So ist es ja nicht nur bei Essen, auch bei Mode, der Figur, Religion .... oft maßen sich Menschen an, sie hätten zu urteilen über andere.

Ich mache da nicht. Esst, was ihr wollt und was euch Spaß macht, esst gerne alles, was ihr essen könnt, was euch gut tut und was ihr ethisch vertreten könnt. Und ihr klaut mir nicht die Avocado vom Brot, Deal?
Photo by Brenda Godinez on Unsplash

Kommentare:

  1. Hmm muss mir noch schwer überlegen, ob ich dir nicht doch die Avocado klaue. Nee Spaß. Ich finde man sollte niemanden deswegen verurteilen. Jeder kann doch machen was er mag, so lange es nicht gegen das Gesetzt verstoßt. Die Brote sehen richtig lecker aus
    Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

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  2. Genau das, was du schreibst, erlebe ich auch immer wieder!!! Am Anfang hat mich das geärgert, jetzt ist es mir völlig gleichgültig. (-; Und ich kann inzwischen den Spieß auch ganz gut umdrehen. Menschen realisieren irgendwann, dass ich ihnen etwas voraus habe, und meine Vitalität, Fitness und gutes Aussehen zeugen davon. So kann man am besten andere erreichen... ich spreche nicht mehr ungefragt über meine Ernährung. Aber wenn es dazu kommt, kann ich anderen gut helfen. Liebe Grüße von Caro und mach einfach weiter so!

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